Ende Februar lud die Bürger- und Umweltliste zu einem Infoabend über Stromspeicher ins Gasthaus Frauenbauer ein. Marktrat Sebastian Stanglmaier konnte hierzu rund 50 Bürgerinnen und Bürger begrüßen. Herr Ecker von Elektro Ecker in Salzdorf informierte in seinem Vortrag über Kosten und Nutzen von Stromspeichern im privaten und gewerblichen Bereich. Einleitend gab er hierzu einen Überblick über die vorhandenen Technologien. Die kurzzeitige Speicherung für wenige Tage können Stromspeicher mittlerweile wirtschaftlich darstellen. 

Der Eigenverbrauch selbst erzeugten PV-Stroms lässt sich dadurch wesentlich erhöhen. Die Kostenersparnis entsteht durch die Differenz zwischen der garantierten Einspeisevergütung (derzeit rund 11 Cent/kWh) und den Stromkosten des Stromanbieters (derzeit rund 25 Cent/kWh). Dadurch ist die Amortisation eines Stromspeichers ab zehn Jahren möglich. Die günstigsten Stromspeicher sind derzeit ab 7.500 € mit einer Kapazität von 13 kWh erhältlich. Eine genaue Betrachtung der individuellen Rahmenbedingungen ist jedoch unerlässlich, für die Abschätzung der Rentabilität.

Spätestens nach Auslaufen der EEG-Vergütung wird eine Investition in einen Speicher interessant. Die ersten Anlagen fallen Ende 2020 aus der garantierten Vergütung.

Nach dem Vortrag stand Herr Ecker für Fragen zur Verfügung. Sebastian Stanglmaier bedankte sich abschließend mit einen kleinen Präsent beim Referenten.

...Januar 2019:
Für den Strombezug der kommunalen Liegenschaften und der Straßenbeleuchtung ist im Turnus von drei Jahren die Teilnahme an einem Ausschreibungsverfahren nötig. Dabei standen drei verschiedene Stromtarife zur Auswahl:
- Normalstrom: mit 40 % Ökostrom (gem. deutschem Strommix), leistet keinen aktiven Beitrag zur Energiewende
- Ökostrom ohne Neuanlagenquote: mit 100 % Ökostrom, allerdings aus bereits bestehenden nachhaltigen Erzeugungsanlagen, damit wird auch kein aktiver Beitrag zur Energiewende geleistet (Greenwashing Strom), Mehrkosten für den Markt ca. 5.000 €
- Ökostrom mit Neuanlagenquote: mit 100 % Ökostrom, mit garantiertem Zubau von neuen, nachhaltigen Erzeugungsanlagen, nur damit wird ein aktiver Beitrag zur Engergiewende geleistet, Mehrkosten für den Markt ca. 12.000 €
Die BUL beantragte Ökostrom mit Neuanlagenquote zu beziehen, um als Kommune Vorbildfunktion (bei überschaubaren Mehrkosten) zu übernehmen. Der Antrag wurde mit den Stimmen von CSU und FW abgelehnt. Eine Mehrheit votierte für Ökostrom ohne Neuanlagenquote.

...Dezember 2018:
Die Kosten für Kinderbetreuungseinrichtungen im Markt stellen einen wesentlichen Posten im Haushalt des Marktes dar. Der Markt trägt dabei die Defizite der Einrichtungen, die nicht durch Elternbeiträge gedeckt werden. Einen Teil davon bekommt er wiederum vom Freistaat erstattet. Da auch die gemeinnützigen Träger der Kindergärten in geringem Umfang an den Defiziten beteiligt werden, ist es auch in deren Interesse wirtschaftlich zu haushalten. Trotzdem müssen die Elternbeiträge regelmäßig überprüft und angepasst werden.
Dazu gab es in der letzten Sitzung des Jahres eine ausgiebige Diskussion. Am Ende entschied der Marktgemeinderat auf breiter Basis eine moderate Anpassung: Zum 01.03.19 werden die
Elternbeiträge an den Kindergärten (St. Josef aufgrund der Bauarbeiten im nächsten Jahr erst ab 01.09.) angepasst. Damit werden die Elternbeiträge auf das Niveau des Landkreis-Durchschnitts gehoben.
In diesem Zusammenhang muss auch erwähnt werden, dass die Mehrbelastung für Familien durch die beschlossene Bezuschussung der Elternbeiträge durch den Freistaat (100 €/Monat ab April 2019) mehr als kompensiert wird.

Nach jahrelangen Verhandlungen (seit 2015) zum Betrieb eines geothermalen Wärmenetzes in Altdorf zog die STEAG Mitte Oktober ihr Angebot zurück. Die nötige Anschlussleistung der angefragten Großkunden wurde (weit) verfehlt. Die mangelnde Bereitschaft zum Abschluss von Vorverträgen ist im Wesentlichen auf...

Liebe Altdorfer,
in jeder Marktratssitzung fragen wir unter dem Tagesordnungspunkt "Anfragen der Marktgemeinderäte" über den Stand laufender und abgeschlossener Projekte nach. Da diese Anfragen in den öffentlich zugänglichen Protokollen durch die Verwaltung leider nicht freigegeben werden (und uns die Veröffentlichung untersagt wurde), informieren wir regelmäßig an dieser Stelle.
Bei Fragen können Sie sich gerne unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! bei uns melden.


Ihre Markträte der Bürger- und Umweltliste Altdorf

September 2018:
Nachdem wir hartnäckig am Thema "Artenreiche Blumenwiesen" drangeblieben sind, wurde endlich am Kreisel Dekan-Wagner-Str eine Teilfläche im Frühjahr 2018 angesät. Der Aufwand hat sich gelohnt:

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Juni 2018:

Im Ratsinformationssystem kommt es immer wieder zu Problemen mit der Veröffentlichung der Protokolle. Wir haben zum wiederholten Male hierauf hingewiesen. Die Verwaltung sicherte eine Überprüfung zu.

Im Zuge des letzten Bauabschnitts zum Hochwasserschutz an der Pfettrach soll der Grünzug vom Rathaus bis zur Hirschauerbrücke umgestaltet werden. Vor einem Jahr wurde hierzu ein Entwurf vorgestellt. Dieser wurde an das Wasserwirtschaftsamt weitergeleitet, um ihn in deren Planungen einzuarbeiten.

Schon mehrfach haben wir das Thema Grünflächenpflege im Ortsgebiet thematisiert: Straßenböschungen, Grünzüge und Kreisverkehre bedingen einerseits einen nicht unerheblichen Pflegeaufwand mit bis zu 10 Mähgängen pro Jahr. Andererseits tragen Sie als "ungenutzte Flächen" keinerlei ökologischen Mehrwert. Seit Jahren fordern wir die konsequente Umwandlung in Blumenwiesen, wie es vor Jahren an der Rottenburger Straße geschehen ist.
Artenreichen Blumenwiesen reduzieren den Pflegeaufwand erheblich (nur zwei Schnitte pro Jahr), haben einen hohen ökologischen Nutzen (Stichwort: Insektensterben) und bereichern das Ortsbild.
Leider geschieht in diesem Bereich sehr wenig, auf Nachfrage werden wir von Jahr zu Jahr vertröstet.

ZUM GEOTHERMIE-PROJEKT:
Seit langem ist davon in der Öffentlichkeit nichts mehr zu hören. Aufgrund der leidvollen Vorgeschichte wollen viele Altdorfer nichts mehr davon hören.
Tatsächlich beschäftigt das Projekt allerdings regelmäßig den Verwaltungsrat ALKOM. Insbesondere seit Herbst 2017 gibt es vielversprechende Neuigkeiten, worüber hoffentlich im Frühjahr 2018 die Öffentlichkeit informiert werden kann.
Die grundsätzlich konstruktive, interfraktionelle Zusammenarbeit in der ALKOM wird leider oftmals durch mangelnde Informationsbereitstellung (zur Sitzungsvorbereitung) getrübt bzw. behindert. Diesen Zustand bemängelt ausschließlich die BUL offen.
In Anbetracht der Millionenbeträge die für Planungs- und Ingenieurleistungen in den vergangenen Jahren ausgegeben wurden, sehen wir absolute Transparenz für die Verwaltungsräte als zwingende Grundlage für weitere Entscheidungen.
Mehrfach haben wir dazu Anträge an den Bürgermeister gestellt - leider ohne dauerhaften Erfolg.


März 2018:
Aufgrund Undichtigkeiten am Dach des Kinderhauses Kunterbunt an der Thüringer Straße muss das Dach generalsaniert werden. Das Flachdach soll nach Vorschlag der Verwaltung wieder bekiest werden.
Die BUL beantragte alternativ ein Gründach.
Die Vorteile davon sind vielfälti
g: Gebäudekühlung im Sommer, Isolierung im Winter, Verbesserung des Mikroklimas durch Erhöhung der Luftfeuchtigkeit, Lebensraum für Insekten, Ortsbild,...
Die Verwaltung lehnte das Gründach ab.

Februar 2018:
Vor kurzem wurden im Wohngebiet Römerfeld neben dem Ziegeleigelände mehrere Straßenbäume gefällt. Diese sind im Grünordnungs-/Bebauungsplan festgesetzt und müssen erhalten bzw. bei Beschädigungen ersetzt werden.

Auf Nachfrage wurde uns mitgeteilt, dass sich einige Anwohner über den Schattenwurf und den Laubfall beschwert haben. Dem Drängen wurde nachgegeben und die Bäume (kerngesund!) wurden im Fühjahr 2018 (wie im Übrigen alle Bäume in diesem Wohngebiet) gefällt.

November 2017:
Der Grünordnungs-/Bebauungsplan Fachmarktzentrum "Am Aicherfeld" fordert unter anderem
a) eine Streuobstwiese zwischen der A92 und dem Baufeld mit rund 50 Obstbäumen (bislang nicht umgesetzt) und
b) eine Doppelreihe von Großbäumen entlang der LA26 (rund ein Viertel gepflanzt)
.

Dazu hat die BUL erstmals im November 2014 beim Bürgermeister diesbzgl. angefragt. Demnach sei "der Investor (verantwortlich für die Umsetzung) schwer zu erreichen". Seitdem blieben über ein Dutzend Nachfragen hierzu unsererseits leider erfolglos.

Oktober 2017:

Beim zentral gelegenen Grundstück an der Jahnstr. ggü. der Raiffeisenbank stoßen die gerodeten bzw. nicht vorhandenen Bäume bei vielen Bürgern auf Unverständnis. Zudem wurde der Gehweg auf einer Länge von über 50 m als Grundstückszufahrt abgesenkt.

Nach mehrmaliger Anfragen der BUL wurde seitens der Verwaltung mitgeteilt, dass die Gehwegabsenkung vom Markt so genehmigt war.
Mit dem Einverständnis der Gemeinde wurden zudem mehrere Bäume auf öffentlichem Grund auf Wunsch des Eigentümers gefällt.

Bürger- und Umweltliste Altdorf
Vorsitzender: Martin Witzko
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